Smart Grid – Forschungsprojekt zu resilienten Smart Grids

Smart Grid – Forschungsprojekt zu resilienten Smart Grids

28. Juni 2021

Hintergrund 

Deutschland befindet sich mitten in der Energiewende, welche eine Vielzahl an Veränderungen bedingt. So stehen Ortsnetze aufgrund eines zunehmenden Anteils dezentral (meist regenerativ) erzeugten und eingespeisten Stroms vor der Herausforderung von Spannungsschwankungen. Konventionelle Maßnahmen von Netzbetreiber:innen setzen hinsichtlich der Netzstabilität i.d.R. auf einen weiteren Netzausbau und die Anwendung von regelbaren Ortsnetztransformatoren.

 

Ausgangslage 

Vor diesem Hintergrund ist es Ziel des Forschungsprojektes, eine „intelligente“ und modulare Steuerung als integralen Bestandteil zukünftiger resilienter Smart Grids zu entwickeln. Dabei besteht die geplante Steuerung aus einem leistungselektronischen Stellglied mit entsprechender Steuer- und Messelektronik sowie einer Software für Leistungsregelung, Energiemanagement und Kommunikation.

 

Besonderheit 

Die Besonderheit der geplanten Steuerung liegt in seinen vorteilhaften Eigenschaften, wie z.B. den folgenden:

  • Verstetigung von volatilen Energieflüssen im Netzparallelbetrieb
  • Gleitender Übergang von Netzparallel- auf Inselbetrieb
  • Schwarzstartfähigkeit, Kaskadierung und autonomer Netzwiederaufbau mehrerer Inselnetze
  • Modularität AC sowie DC seitig
  • Tarifoptimierung

 

Umsetzung 

Umgesetzt wird das Forschungsprojekt von einem Konsortium, zu welchem sich Partner:innen aus Forschung und freier Wirtschaft zusammen zusammengeschlossen haben. Dabei umfasst das Konsortium Vertreter:innen der betroffenen Bereiche der Energieindustrie (Energieerzeugung, Netzbetrieb) sowie mit der relevanten Expertise (Projektmanagement, Forschung und Entwicklung, Leistungselektronik). Cratos war initiale Ideen- und Impuls-Geberin des Projektes und hat die Leitung des Konsortium übernommen. Für die Umsetzung des Projektes ist eine Teilfinanzierung durch ein Förderprogramm angestrebt.

 

(Kunden-) Nutzen 

Zum einen dient das Projekt der Entwicklung eines innovativen Steuerungselements wie oben beschrieben sowie der empirischen Evaluation der Netzdienlichkeit im operativen Betrieb. Zum anderen besteht der Nutzen des Forschungsprojekts für die Konsortialpartner:innen in der Verwendung der Projektergebnisse (praktische sowie wissenschaftliche Ergebnisse).