Carve-Out eines Energieversorgers 

Carve-Out eines Energieversorgers 

6. Oktober 2017

Hintergrund 

Im Zuge der Rekommunalisierung hat ein großer Energiekonzern seine Mehrheitsbeteiligung an einem regionalen Energieversorger an verschiedene regionale Kommunen veräußert. Mit diesem Carve-Out sind allerdings erhebliche Veränderungen verbunden, die zuverlässig gemanagt werden wollen.

Ausgangslage 

Ein regionaler Energieversorger im Westfälischen wird durch den Carve-Out aus einem Energiekonzern wieder ein mittelständisches Unternehmen. Das Herauslösen aller zum Betrieb notwendigen Komponenten und Bereiche stellt eine komplexe Aufgabe dar. Während die Umstellung der Prozess-IT als gekapselter Bereich relativ gradlinig ablief, musste für die Business-Bereiche (Shared Services des Netzgeschäftes, HR, IT) ein neuer Dienstleister gefunden werden. Unser Engagement in diesem Projekt begann bereits mit der Begleitung der Ausschreibung für den größten Teil – den Shared Services des Netzgeschäftes.

Besonderheit 

Die Erstellung der Ausschreibung ist schon für sich allein ein sehr anspruchsvolles Projekt. Erheblicher Anpassungsaufwand ergab sich daraus, dass der bisherige Energiekonzern sehr komplexe und individuell angepasste Systemlandschaft betreibt. Die Migration der riesigen Datenmengen vom alten auf den neuen Dienstleister inklusive der Anpassung auf ganz unterschiedliche Datenstrukturen war sicherlich eine der größten Herausforderungen. Ebenso galt es die netzwirtschaftlichen Prozesse anzupassen – im Besonderen aufgrund der großen Unterschiede von Abrechnungs- und Einspeiser-Strukturen, sowie Bilanzierungsprozessen. Doch auch diese Phasen dieses insgesamt sehr komplexen Projekts haben wir erfolgreich gestaltet und begleitet.

Umsetzung 

Damit dieser Cut-Over von dem Alten auf den neuen Dienstleister reibungslos ablaufen konnte, war eine umfangreiche und sehr gründliche Vorarbeit entscheidend. Weil seitens der Bundesnetzagentur äußerst strenge Forderungen hinsichtlich der Marktkommunikations- und Bilanzierungsregeln gestellt werden, war der fließende Übergang extrem wichtig. Dies gelang so gut, dass nicht nur die Endkunden nichts vom Wechsel bemerkt haben, sondern auch die teils sehr komplexe Rechnungsstellung mit dem neuen Dienstleister im Hintergrund sofort korrekt ablief.

Kundennutzen 

Dieses Projekt betraf das Kerngeschäft unseres Auftraggebers und war damit für ihn absolut erfolgskritisch. Durch den Wechsel des Dienstleisters profitiert unser Auftraggeber nicht nur von sehr viel attraktiveren Konditionen, auch seine Prozesse haben sich auch deutlich vereinfacht. Mit den jetzigen Standardlösungen können die Mitarbeiter sehr viel schneller, einfacher und kostengünstiger arbeiten – was wiederum den Endkunden zugutekommt. Insofern konnten wir die Basis für die künftige deutlich positive Geschäftsentwicklung nachhaltig stärken.

Branche: Energie
Unternehmensgröße: 70.000 MA
Laufzeit: 23 Monate
Rolle: Project Manager
Komplexität: ******